Symptomfragebogen

Symptom-Fragebogen für Grundschulkinder:

Kreuzen sie die festgestellten Beobachtungen bitte an, und bringen Sie den Fragebogen zum Testtermin mit. (Es kann vorkommen, dass einzelne Frage auf ihr Kind nicht zutreffen, weil es in der Schule noch nicht so weit mit dem Mathematikstoff vorgedrungen ist. Streichen Sie diese Fragen bitte durch.)

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Wenn Sie bei Ihrem Kind ungewöhnliche Probleme mit der Mathematik feststellen, sollten Sie sich die unten aufgeführten Fragen stellen. Der Fragebogen ersetzt keine diagnostische Untersuchung, er kann aber helfen, den Blick für die Schwierigkeiten Ihres Kindes zu schärfen.

Bitte beachten Sie, dass einzelne Punkte der Aufstellung auch bei Kindern auftreten können, die nicht rechenschwach sind! Es kann auch sein, dass einige Fragen auf Ihr Kind nicht zutreffen, weil in der Schule der entsprechende Schulstoff noch nicht behandelt wurde.

  • Entwickelt Ihr Kind keine sichere Vorstellung von Zahlen, Mengen und Größen?
  • Verwechselt es häufig rechts/links, oben/unten, hinten/vorn?
  • Unterlaufen ihrem Kind häufig Zahlendreher (45 statt 54)?
  • Zählt es auch kleine Mengen (Würfelbilder/die Finger der Hand) immer wieder ab?
  • Kann Ihr Kind Zahlen nur durch Abzählen (an den Fingern oder mit Hilfsmitteln wie dem Zahlenstrahl, der Hundertertafel und Steckwürfeln) plus oder minus rechnen?
  • Versucht es, das Fingerrechnen zu verbergen?
  • Verrechnet (verzählt) sich Ihr Kind häufig „um eins” z.B. 6 + 4 = 9 oder 7 - 3 = 5?
  • Errechnet es "unangemessene" Ergebnisse (z.B. 8 + 5 = 8)?
  • Muss Ihr Kind nach Berechnung von 7 + 8 die Aufgabe 7 + 9 erneut abzählen?
  • Auch einfache (Kopfrechen-) Aufgaben werden schriftlich gelöst?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit Zehner- und Hunderterübergängen?
  • Verwechselt es die Rechenarten Addition und Subtraktion? Zählt es Zahlen zusammen, wo malgenommen werden muss, und umgekehrt?
  • Kann sich Ihr Kind die Einmaleinsreihen nicht oder nur mit Mühe merken und muss es daher die jeweilige Reihe immer wieder aufzählen, um das gesuchte Ergebnis zu ermitteln?
  • Hat es Probleme mit Sachaufgaben? Sucht es sich dabei „auf gut Glück” irgendeine Rechenart aus? Gibt es gar einen regelrechten Widerwillen, gegen diese Art von Aufgabenstellung?
  • Kann Ihr Kind schlecht mit Zeitangaben oder mit Geldbeträgen umgehen (z.B. Wechselgeld überprüfen)?
  • Sind seine Rechenleistungen sehr schwankend? Ist manches, was es gestern noch „konnte”, heute bereits wieder vergessen?
  • Rechnet Ihr Kind schematisch, behält es zum Beispiel die Rechenart bei, wenn die Aufgabenstellung wechselt?
  • Fragt es nach jedem Rechenschritt, ob dieser auch richtig ist?
  • Macht Ihr Kind seine Mathematik-Hausaufgaben nur widerwillig allein?
  • Rechnet es ungewöhnlich langsam? Nimmt das Erledigen der Mathematik-Hausaufgaben übermäßig viel Zeit in Anspruch?
  • Haben Sie den Eindruck, dass sich das mathematische Verständnis Ihres Kindes trotz regelmäßigem Üben nicht entscheidend verbessert?
  • Versucht Ihr Kind, die Beschäftigung mit der Mathematik möglichst zu vermeiden?
  • Sind die Rechenschwierigkeiten bereits ein ”Familienthema”?
  • Gibt es beim Üben zu Hause regelmäßig Streit (Tränen)?

Bei Kindern der höheren Klassen finden sich zusätzlich auffällige Probleme:

  • Probleme beim Umgang mit großen Zahlen
  • Verständnisschwierigkeiten bei der Division
  • Einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 100 werden schriftlich gelöst
  • Probleme mit den schriftlichen Rechenverfahren, besonders mit der schriftlichen Division
  • Verständnisprobleme bei den Bruchzahlen (Was ist ein Zehntel?)
  • Die Regeln, die für die Grundrechenarten bei Bruchzahlen gelten, sind unverstanden und werden deshalb verwechselt
  • Unklarheit über die Bedeutung des Kommas bei Dezimalbrüchen; weshalb 1,5 + 1,7 = 2,12
  • Ab- und Einschätzen von Ergebnissen (Überschlag und Selbstkorrektur) fallen schwer
  • Das Rechnen mit Größen (Längenmaße, Gewichte …) ist fehlerhaft
  • Lösen von Sachaufgaben: Schwierigkeiten, den mathematischen Gehalt als Rechenaufgabe zu fassen; willkürliche Verknüpfung von Zahlenangaben im Text.
  • Bei mehrschrittigen Lösungsprozessen geht der Überblick verloren. Die Antwort passt nicht zur Frage.

Symptomatisch ist, dass die Leistungen - in der weiterführenden Schule - kontinuierlich schlechter werden. Was auf den ersten Blick unerklärlich scheint, da viel geübt wird und das Gelernte scheinbar verstanden, in entscheidenden Momenten jedoch nicht abrufbar ist.

Treffen mehrere der aufgeführten Merkmale auf Ihr Kind zu, ist eine förderdiagnostische Untersuchung ratsam. Eine Diagnostik im Sinne einer qualitativen Überprüfung der Rechenleistungen gibt näheren Aufschluss über den Grund der Rechenprobleme. Wir untersuchen, wie sind Mengen- und Zahlbegriff entwickelt, analysieren die Fehler, also wie Ihr Kind rechnet, und welche (falschen) Vorstellungen es sich von den Zahlen und Rechnungen zueigen gemacht hat. Auf dieser Grundlage können wir beurteilen, was der Grund für die Rechenprobleme ist und Sie beraten.

Welche Phänomene beobachten Sie bei Ihrem Kind? Kreuzen Sie diese bitte an. Dazu können Sie den Symptomfragebogen ausdrucken.

 

Sollten Sie einen Diagnosetermin im TZR Pforzheim vereinbaren, bringen Sie bitte den ausgefüllten Fragebogen zur Untersuchung mit.

 

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